Kastrationsaktion 2019

03.06.2019

 

5 Tage Rumänien - 5 Tage im Wechselbad der Gefühle

 

100 war unser Ziel, 89 Tiere haben wir kastriert

 

Mittwoch morgen um 4 Uhr ging es los. Helma und Steffi Li (von Special A.R.T) haben sich auf den Weg nach Rumänien gemacht, um dort das gemeinsame Kastrationsprojekt zu starten. Unser Ziel war es 100 Tiere zu kastrieren. Das Auto war voll gepackt mit ca 300-350 kg Futter, Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, OP Scheren, leere Kanister für Wasser' Handtücher, Decken, Leinen, Halsbänder, Leckerchen und vielem mehr. Kaffee und Süßigkeiten für Laura und die Kinder waren auch mit dabei.

 

Durch Starkregen, so dass die Strasse kaum noch zu sehen war, Baustellen und einem 2-stündigem Stau, in dem wir es geschafft haben, 10 km zu fahren, sind wir nach 20 Stunden Fahrt um Mitternacht gut in Timisoara angekommen - 4 Stunden später als geplant. Im kleinen Hotel gab es eine nette Nachricht: Upgrade auf die Juniorsuite, die wirklich gemütlich war. Die nicht so nette Nachricht: in der dritten Etage in einem Altbau. Da man möchte, dass man sich in dem Hotel wie Zuhause fühlt .... ohne Aufzug.

 

Am nächsten Morgen ging es dann los. Zuerst zu Laura. Auf dem Weg dorthin haben wir zuerst noch die ersten Strassenhunde versorgt. Wieder an der gleichen Stelle wie im letzten Jahr, wieder eingesperrt, dieses Mal zwei Hündinnen, die helle Maus hatte noch keine Welpen, das Staff-Mix-Mädchen hatte Welpen, die jedoch nicht zu sehen waren. Uns war klar: die zwei müssen da raus und zumindest mit kastriert werden. Auf der Weiterfahrt sahen wir die ersten toten Hunde am Straßenrand, Mütter mit ihren Welpen, die am Rand der Straße leben, Hunde unter Autos zum Schutz vor dem Wetter, Hunde die weggelaufen sind so dünn, dass man sogar aus der Entfernung sehen konnte, dass sie in keinem guten Zustand waren.

 

Nach der großen Wiedersehensfreude bei Laura wurde erst mal mit den Katzen und Hunden gekuschelt, gespielt, gestreichelt und ... Helma hat sich schockverliebt in einen tollen Rüden, eine Mischung aus Husky/weißem Schäferhund, der genau so aussieht wie ihr altes Mädchen zuhause und auch genau den gleichen Charakter hat. 


Danach ging es zum Einkaufen - 300 kg Futter für die Hunde und Getränke, Kekse und Obst für die zwei Kastrationstage. Wieder zurück zu Laura, Ausladen und wieder die anderen Hunde anschauen.

 

Dann weiter und den Ort für die Kastrationsaktion anschauen, vor der Tür eine große Hündin mit Demodex, abgeschnittenen Ohren und abgehaktem Schwanz... total dünn und Hunger ohne Ende ... wir haben versucht sie anzulocken, um sie einzufangen zur Kastration, aber egal wie gross der Hunger auch war, sie hat das Futter hektisch genommen und ist immer wieder zurück gelaufen. An dem Tag konnten wir sie nur gut mit Futter versorgen, wir wussten ja jetzt, wo sie sich aufhält. Dann zum neuen Platz von Laura und schauen ob und wie manhelfen kann. Dort baut sie nach und nach ihr privates Shelter neu auf, weil andere Nachbarn sich ständig über sie und das Bellen von Hunden beschweren und ihr das Leben schwer machen. Sie hat Angst um die Hunde.

 

Lauras Telefon stand nicht still während der Zeit. Anmeldungen für die Kastration, Nachbarn, die Hilfe brauchen, Hunde die draußen andere Hunde mobben, Katzenbabies gerade ein paar Tage alt, ein Hund von der Straße, der vom Auto angefahren wurde und jetzt nach der ersten OP bei Laura aufgepäppelt wird, bis er die nächste OP hat. ... miterleben, was es bedeutet, privater Tierschützer in Rumänien zu sein. Mal eben 25 km gemeinsam mit den Nachbarn zum Tierarzt fahren mit einem kranken Hund, den sie nicht selber versorgen lassen können, weil das Geld fehlt, Anrufe mit der Bitte um Hilfe für Tierarztkosten oder Futter, Menschen, die ihre Tiere abgeben wollen ... und irgendwie schafft sie es immer, allen zu helfen, auch wenn sie eigentlich selber Hilfe braucht.

 

Irgendwann gegen Mitternacht waren wir wieder zurück im Hotel, nachdem wir auf dem Weg wieder Strassenhunde aufgesucht und gefüttert hatten. Erschöpft sind wir ins Bett gefallen. Der Wecker ging wieder früh am nächsten morgen.

 

Am nächsten Morgen ging es früh los, um den Raum vorzubereiten, die ersten Tiere in Empfang zu nehmen und zusammen mit den Tierärzten alles einzurichten. Wir waren mittendrin statt nur dabei. Haben unterstützt wo wir helfen konnten: Tiere entgegennehmen, bei der OP unterstützen, die Tiere mit Silberspray versorgen, Nachspritzen wenn es nötig war, die Tiere beim Aufwachen begleiten, sie in den Aufwachraum bringen, die Besitzer beruhigen, Tische mit sauber machen... Eben alles, was an so einem Tag anfällt. Mittags hatten wir eine Zwangspause von 2 Stunden, weil der ortsansässige Veterinär der Meinung war, er müsste versuchen, unsere Aktion komplett abzubrechen. Er hat uns die Veterinärpolizei geschickt, die Polizei war auch mit dabei, der Bürgermeister war mit vor Ort. Kurz gesagt es war ein Riesen Auflauf. Die Bewohner, die mit ihren Tieren da waren, haben sich wahnsinnig darüber aufgeregt und standen komplett auf unserer Seite. Wir haben zwischenzeitlich wirklich gedacht, sie gehen auf einander los. Da aber alle Genehmigungen vorhanden waren, konnten wir irgendwann endlich weitermachen. Die Menschen brachten ihre Tiere sogar auf einem Anhänger mit einem Traktor, auf dem Arm, zu Fuß, in Einkaufstaschen und alle bedankten sich, eine Frau streichelte uns über den Arm und lächelte, die nächste nahm uns kurz in den Arm, ein andere war dankbar wieder zu ihrem Schäferhund zu dürfen und bedankte sich in einem recht guten Englisch, ein Journalist war vor Ort und bot uns an, beim nächsten mal die Werbung dafür in die Hand zu nehmen.... Es war ein arbeitsreicher und langer Tag. Nach 54 kastrierten Tieren sind wir irgendwann nach 1 Uhr wieder zurück ins Hotel gekommen. Der Tag war geprägt von schönen und nicht so schönen Erlebnissen. So konnten wir die zwei eingesperrten Hündinnen leider nicht befreien und nicht kastrieren, dafür aber die dünne Maus mit den abgeschnittenen Ohren am nächsten Morgen eingefangen und mit kastrieren. Wir haben sie Lisa getauft und sie lebt jetzt bei Laura und wird dort behandelt.

 

Samstag morgen ging es mit gepackten Koffern zum Tötungsshelter nach Bocsa. Der Weg dorthin war katastrophal. Alleine die Wohngegend und die Strasse zum Shelter hat uns das andere, sehr arme Gesicht von Rumänien gezeigt. Die Bilder sprechen für sich. Die Strasse, die wir nachher in einem Video einstellen .... ohne Worte. Wir hätten nicht gedacht, dass wir da mit unserem Auto wieder rauskommen.

 

Die Leute dort standen schon Schlange. Dieses Mal waren es mehr Katzen als Hunde, auch hier fast alles nur die Weibchen. Auch wenn diese Tötung sehr gut geführt wird und dort seit drei Jahren kein Tier mehr getötet würde, hat es uns doch mehr als nur berührt, denn es ist und bleibt ein öffentlicher Shelter. Teilweise musste einer von uns das später verlassen und hat geweint ohne Ende. Dieses Gefühl der Endgültigkeit, der verlassenen Seelen, besonders auch der Blick der Mutter mit ihren Welpen. Die Angst der Mutter, dass wir ihre Babys wegnehmen würden. Hunde, die ihre Köpfe durch die Gitter stecken, um einfach gestreichelt zu werden. Es waren keine Hunde zusammen gepfercht, im Gegenteil. Draußen liefen die Schweine des Nachbarn frei herum und suhlten sich im Schlamm.


Eine Frau brachte einen alten und fast blinden Pekinesen, den sie von der Straße aufgesammelt hat und ihn uns zum kastrieren brachte. Bei dem alten Mann war daran natürlich nicht zu denken. Er ist in ein anderes Schalter gebracht worden, wo er versuchen kann zur Ruhe zu kommen. Die schöne Nachricht haben wir heute bekommen. Nach Ablauf der Quarantäne-Zeit zieht er in sein für-immer-zu-Hause. 


Die Mutter mit den Welpen ist noch am gleichen Abend mit zu Laura gezogen und kann jetzt dort erst mal in Ruhe ihre Babys groß ziehen, die gerade mal 3 Tage alt sind. Insgesamt 4 weitere Hunde ziehen diese Woche aus.

 

Am zweiten Tag haben wir 35 Tiere kastriert.

 

Wir haben uns danach wieder auf den Weg gemacht Richtung Deutschland mit einem Zwischenstopp und 4,5 Stunden Schlaf in der Nähe von Linz in Österreich. Am späten Sonntag Nachmittag waren wir wieder Zuhause.

 

Wir haben zusammen gelacht, geweint, einer hat den anderen gestützt, wir haben viel erreicht, wir haben Tiere gerettet, Hilfe zu Selbsthilfe vor Ort gegeben, viel gelernt, tolle Menschen kennen gelernt, die ihr letztes geben, um den Tieren helfen, Menschen, die sich für Tiere aufopfern, haben die Dankbarkeit in den Augen der Menschen gesehen, dass wir ihnen und ihren Tieren geholfen haben, sind freundlich von allen aufgenommen worden, haben keine Nacht mehr als 4 Stunden geschlafen, durften Laura vor Ort den ganzen Tag begleiten, haben Einblicke in die rumänische Tierschutzarbeit bekommen und sind mit einem lachenden und weinenden Auge nach Hause gefahren. Die Tage müssen auch wir erst einmal verarbeiten und wieder in unserem Leben ankommen, denn es war nicht immer einfach und es sind viele Tränen, besonders in Bocsa, geflossen.

 

Für uns ist klar, dass wir die Aktion im nächsten Jahr wiederholen werden. Wir werden unser Ziel erhöhen und darauf hin arbeiten. Das ist für uns Tierschutz im Ausland.

 

Wir möchten uns bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass dies überhaupt möglich war. Ihr seid klasse.

 

Lieben Dank sagen 
Helma, Marco und Steffi

 

Schaut Euch die Bilder und Videos an, sie sprechen für sich selbst.

09.04.2019

 

In 52 Tagen ist es soweit.

 

Wir starten unsere erste große Kastrationskampagne gemeinsam mit Steffi Li - dem Tierschutzverein „Special A.R.T e.V.“  und den Tierärzten Nae Cornel & Ella Bogdan von der „Red Vets - Pet Clinic Sibiu“.

 

Ein wenig finanzielle Unterstützung könnten wir noch sehr gut gebrauchen.

 

Spendenkonto:


Sparkasse Westerwald Sieg 
DE91 5735 1030 0055 0035 52
Verwendungszweck : Kastraaktion

 

Paypal: 


https://paypal.me/tsvwirfuereuch?locale.x=de_DE

 

Auf Wunsch stellen wir gerne eine Spendenquittung aus!!

 

Lieben Dank sagen Helma und Marco

05.04.2019

 

Der offizielle Flyer für unsere Kastrationsaktion in Rumänien ist fertig.

 

Vor-Ort-Hilfe für die Menschen die es sich nicht leisten können, sowie auch für die Straßentiere.

 

100 Tiere ist unser Ziel !!!


100 x weniger Vermehrung !!!

 

Um unser Ziel zu erreichen benötigen wir insgesamt ungefähr 3.000€ (1.500€ pro Orga)

 

Wir freuen uns über eure Hilfe!

 

Sparkasse Westerwald Sieg 
DE91 5735 1030 0055 0035 52
Verwendungszweck : Kastraaktion


Paypal: 


https://paypal.me/tsvwirfuereuch?locale.x=de_DE

 

Auf Wunsch stellen wir gerne eine Spendenquittung aus!!

 

Selbstverständlich sind wir während der Aktion ebenfalls vor Ort und werden euch darüber berichten.

 

Nächste Woche starten wir ein kleines Lottospiel mit tollen Gewinnen. Der Erlös geht zu 100% in die Kastrationsaktion.

02.04.2019 - Sei dabei und werde Kastrationspate

 

Noch 8 Wochen, dann fahren wir nach Rumänien und starten das Kastrationsprojekt.

 

Unser Ziel ist es, um die 100 Tiere zu kastrieren.

 

Gerade heute hat unsere rumänische Tierfreundin wieder 5 Hunde aufgenommen: 3 Rüden und 2 Mädchen. Schnell war klar, dass die Mädchen trächtig sind. 


Ebenso klar ist es, dass es nicht sicher ist, dass alle 5 Hunde und die Welpen, die bald auf die Welt kommen, eine Chance auf ein Zuhause haben oder dass gerade die kleinen den nächsten Winter gut überstehen.

 

Und genau deshalb möchten wir mit unserem Projekt vor Ort helfen. Hilfe vor Ort leisten und selber auch mit anpacken, im OP Team in den zwei mobilen Tierkliniken assistieren und die Hunde vorher und nachher betreuen. Eine Kastration kostet ca 30€.

 

Bist du dabei?

 

Möchtest Du uns unterstützen und gerne Kastrationspate werden?

 

Dann sind hier sind schon die ersten Patenhunde...

 

Auch weitere Hunde stellen wir Euch noch vor - auch die erwarteten Welpen.

 

Lieben Dank sagen Helma und Marco

09.02.2019

 

Es ist soweit...

 

Wir starten die Spendenaktion für unsere große Kastrationsaktion zusammen mit Special A.R.T. im Mai in Rumänien.

 

Rumänien zählt zu den Ländern mit der größten Anzahl an Strassenhunden. Die Hunde werden dort eingefangen, kommen in Tötungsstationen und werden dann getötet. Und das leider nicht immer schmerzfrei. 


Aber auch die Haustiere, die in Familien leben, sind meistens nicht kastriert. Wird die Hündin trächtig, wird sie auf die Strasse geschmissen mit ihren Welpen und man nimmt sich einfach einen anderen Hund. Auch alte Hunde enden meistens auf der Strasse. 

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, muss vor Ort Aufklärungsarbeit geleistet und Kastrationsaktionen durchgeführt werden. 

Wir, der Tierschutzverein Wir für Euch e.V., in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Special A.R.T. möchten in diesem Jahr gemeinsam Ende Mai 120-150 Tiere der Familien und die Strassenhunde in Iosifalau, einem kleinen Dorf in der Nähe  von Timisoara kastrieren. Dabei unterstützt uns ebenfalls ein mobiles Team aus Tierärzten und freiwilligen Helfern vor Ort.

 

Die Kosten für die geplante Kastrationsaktion belaufen sich auf ca. 3.000 Euro.

Um das auch zu schaffen, benötigen wir Eure Unterstützung. 

 

Wenn ihr Spenden möchtet, findet ihr unsere Spendenaktion bei gofundme.

 

Ihr könnt natürlich auch zweckgebunden (Stichwort "Kastrationsaktion 2019") per Paypal oder auf unser Vereinskonto spenden.


Paypal: vereinwirfuereuch@web.de

 

Spendenkonto: 


Sparkasse Westerwald-Sieg


IBAN: DE91 5735 1030 0055 0035 52


BIC: MALADE51AKI

 

Lieben Dank sagen

Helma, Marco und Special A.R.T.

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